Field Trip in Kenia

Eine perfekte Mischung aus Arbeit und Vergnügen

Der Kurs "Doing business in Africa: Kenya" an der Universität Luzern bot den Studierenden der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät die Möglichkeit, ihr Marketingwissen anzuwenden und in der Praxis umzusetzen.

Das Unternehmen, dem wir helfen sollten, war ein kenianisches Wasser-Kiosk-Unternehmen namens Glug. Glug bietet hochwertiges, sicheres Trinkwasser zu einem günstigeren Preis als die Konkurrenz an. Dies ist möglich durch die Nutzung von Wasserfiltersystemen des Schweizer Unternehmens Katadyn. Dennoch hatte das Unternehmen mit niedrigen Verkaufszahlen zu kämpfen, und unsere Aufgabe war es, herauszufinden, woran das liegt und wie Glug seine Verkaufszahlen steigern und profitabel werden kann.

Ein unvergesslicher Start: Besuch der Wasini-Insel
Unsere Reise begann mit einem Besuch der malerischen Wasini-Insel, die für ihr türkisblaues Wasser, Delfine, Korallenriffe und eine faszinierende Unterwasserwelt bekannt ist. Wir erreichten die Insel mit einem Boot und hatten das Glück, unterwegs Delfine zu sehen! Anschliessend sprangen wir ins Wasser und erkundeten beim Schnorcheln die beeindruckende Unterwasserwelt. Den Tagesausflug liessen wir mit einem gemeinsamen Mittagessen aus lokalen kenianischen Meeresfrüchtegerichten ausklingen.

Die Arbeit beginnt: Analyse des Glug-Unternehmens
Am folgenden Tag starteten wir unser Beratungsprojekt mit einem Besuch des Glug-Standorts. Der Gründer des Unternehmens stellte uns Glug vor und erklärte uns die Wasserfiltrations- und Entsalzungsprozesse. Danach hatten die einzelnen Gruppen die Gelegenheit, den Gründern Ian und Brandon Fragen zu stellen, um die Herausforderungen des Unternehmens besser zu verstehen.

Im Verlauf der Woche arbeiteten wir intensiv an unserer Analyse. Jede Gruppe führte Marktrecherchen durch, um mehr über das Unternehmen, seine Konkurrenten und den Markt zu erfahren. Dazu gehörten auch Umfragen mit lokalen Verbrauchern. Zum Abschluss der Reise präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor den Gründern, unseren Kursleitern und den anderen Studierenden. Dabei gaben wir konkrete und effektive Empfehlungen, wie Glug seine Produkte besser vermarkten und die lokale Kundschaft gezielter ansprechen kann.

Besuche bei weiteren kenianischen Start-ups
Neben unserer Arbeit bei Glug hatten wir auch die Gelegenheit, weitere innovative kenianische Start-ups kennenzulernen. Wir besuchten unter anderem Sote Hub, Kuza Freezer, Mr. Green und Give Power. Diese Besuche waren sehr inspirierend, da wir aus erster Hand erleben konnten, welchen positiven Einfluss diese Start-ups auf die lokalen Gemeinschaften haben.

Ein besonders beeindruckendes Beispiel war Kuza Freezer, das solarbetriebene Gefrierschränke für Fischer anbietet. Diese Technologie hilft nicht nur dabei, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, sondern minimiert auch den Fischabfall und verbessert dadurch die Lebensgrundlage der lokalen Fischer erheblich.

Fazit: Eine wertvolle Erfahrung
Alles in allem war die Reise eine bereichernde und wertvolle Erfahrung. Wir hatten die Möglichkeit, unser Marketingwissen in einem realen Umfeld anzuwenden und gleichzeitig ein Land mit einer lebendigen und faszinierenden Kultur zu erkunden.

Ein grosses Dankeschön an meine Mitstudierenden für die tolle Zeit und die unvergesslichen Erinnerungen. Vielen Dank an die Universität für diese einzigartige Gelegenheit. Und ein ganz besonderer Dank geht an unseren Kurskoordinator Samuel, der nicht nur diese Reise organisiert hat, sondern uns auch beigebracht hat, wie man sich vor Betrug durch lokale Tuk-Tuk-Fahrer schützt!

Autorin: Akhila Gopurathingal, Masterstudentin der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät