Prof. em. Dr. Verena Lenzen

Foto Verena Lenzen

Emeritierte Professorin für Judaistik und Theologie / Christlich-Jüdisches Gespräch; Leiterin des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung

Dr. theol.

verena.lenzen@unilu.ch

 

CV

Verena Lenzen studierte Judaistik, Katholische Theologie, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Bonn und Köln. Nach dem Staatsexamen folgten 1987 die Promotion und 1995 die Habilitation an der Universität Bonn. 

Im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft führte sie mehrere Forschungsprojekte über "Jüdische Ethik und Christliche Ethik" in Israel und den USA durch. Sie erhielt zahlreiche Stipendien (Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Postdoktoranden-Programm und Habilitationsprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Heisenberg-Exzellenz-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft) und Preise, u. a. den Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik, verliehen für wissenschaftlich-literarische Darstellungskunst und engagierte Wissenschaft.

Ihr Engagement für den jüdisch-christlichen Dialog schlägt sich seit vielen Jahren in ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit nieder (Universitäten Bonn, Köln, Saarbrücken u. a.), in Gastvorlesungen an der Dormition Abbey in Jerusalem, in Vortragreisen auf internationaler Ebene (Berlin, Hamburg, New York, Washington, Boston u. a.) und im Rahmen der Erwachsenenbildung. Das von ihr illustrierte Kinderbuch "Die Reise der Zikaden" (Kiel 1997) erzählt eine Geschichte zum Thema des interreligiösen Dialogs.

Am 1. Oktober 2001 hat Prof. Dr. Verena  Lenzen die Professur für Judaistik und Theologie / Christlich-Jüdisches Gespräch sowie die Leitung des IJCF der Universität übernommen.

Von 2002 bis 2016 war sie Vizepräsidentin der Gesellschaft Schweiz-Israel, Sektion Zentralschweiz. Seit Februar 2002 hat sie das  Co-Präsidium der Jüdisch/Römisch-katholischen Gesprächskommission inne.

2004 wurde Verena Lenzen vom damaligen Bundespräsidenten Deutschlands, Johannes Rau, das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Damit wurden ihre wissenschaftlichen Leistungen, ihre Verdienste im Bereich der Verbesserung der jüdisch-christlichen Beziehungen und ihr Einsatz für die Gleichberechtigung der Frau in Wissenschaft und Gesellschaft gewürdigt. 

Papst Franziskus ernannte sie am 1. Juli 2019 zur Konsultorin der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum.

Im Juni 2021 wurde sie von der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) zum Mitglied der Kommission für Theologie und Ökumene (TÖK) ernannt.