Theologie im Dialog: Orthodox-katholische Begegnungen

Vom 27. bis 29. Januar fand an der Universität Luzern das Hauptseminar «Orthodoxe und katholische Dogmatik im Dialog» statt, eine gemeinsame Initiative der Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Lehrstuhls für Dogmatik der Theologischen Fakultät Luzern.

Der Seminarmodus lädt zur regen Diskussion ein.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Stefanos Athanasiou und Prof. Dr. Ursula Schumacher trafen sich Studierende beider Konfessionen und Institutionen, um sich intensiv mit theologischen Fragen und historischen Entwicklungen in der orthodoxen und katholischen Kirche auseinanderzusetzen.

Inhaltlich widmete sich das Seminar einer Vielzahl von Themen. Dazu gehörten unter anderem die theologischen Entwicklungen in Ost und West, die Bedeutung der Kirchenväter, die loci theologici, Frömmigkeitsformen wie Ikonenverehrung und eucharistische Anbetung, die Kontroverse um das Filioque sowie Fragen der Ekklesiologie wie Papsttum, Nationalkirchen und Synodalität und schließlich auch der eschatologische Streitpunkt des Purgatoriums. Besonders lebhaft gestaltete sich die Diskussionseinheit «Was ich schon immer mal fragen wollte...», die den Teilnehmenden Raum für offene Fragen und persönlichen Austausch gab.

Das Seminar bot ein abwechslungsreiches Begleitprogramm, das sowohl wissenschaftliche Diskussionen als auch kulturelle Einblicke umfasste. Den Auftakt bildete am Montag, 27. Januar, eine vom Ökumenischen Institut Luzern organisierte Podiumsdiskussion zum Thema «Synodale Kirche(n) und kirchliche Synodalität. Ökumenisch-theologische Perspektiven». Prof. Athanasiou brachte seine Expertise ein und diskutierte mit den anderen Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen und Chancen der ökumenischen Bewegung. Der Abend klang mit einem geselligen Apéro aus, der Raum für informellen Austausch bot.

Stadtführung mit Prof. em. Markus Ries

Am Dienstagmittag, 28. Januar, stand neben den Seminareinheiten eine Stadtführung durch Luzern auf dem Programm. Unter der fachkundigen und humorvollen Leitung des emeritierten Luzerner Professors für Kirchengeschichte, Markus Ries, eröffneten sich den Teilnehmenden bemerkenswerte Einblicke in die Geschichte der Stadt und der Universität. Den Abschluss bildete ein festliches Abendessen, zu dem der Bischof von Basel, Mgr. DDr. Felix Gmür, eingeladen hatte.

Insgesamt blickten die Teilnehmenden auf ein gelungenes Seminar zurück, das nicht nur theologisches Wissen vertiefte, sondern auch den ökumenischen Dialog zwischen orthodoxen und katholischen  Theologiestudierenden förderte.

Die Dozierenden und Teilnehmenden des Seminars